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Harte Zeiten: Von der Kriegswirtschaft zur Enteignung in Ostdeutschland

Der Ausbruch des Zweiten Weltkriegs bedeutete eine Zäsur in der Geschichte der Firma von Ernst Curt Loesche. Wie viele andere Maschinenhersteller auch war die Firma gezwungen, Kriegsmaterial für Deutschland herzustellen: die Reichsluftwaffe wurde anstelle der Zementindustrie der größte Kunde der Firma. Nach der Zerstörung bei einem Luftangriff 1943 musste die Produktion im Werk Teltow fast völlig eingestellt werden. 1945, am Ende des Weltkriegs, bestand die sowjetische Besatzungsmacht darauf, die Maschinen der Firma in Teltow zu zerlegen und in die Sowjetunion zu transportieren. Nur wenige Monate später nahm die Firma ihre Geschäftstätigkeit mit veralteten Maschinen wieder auf. Als die sowjetische Militärverwaltung die Curt von Grueber Maschinenbauanstalt ohne jede Form der Entschädigung im April 1948 enteignete, beschloss Ernst Curt Loesche, Berlin zu verlassen und seine Firma in einer der drei westlichen Besatzungszonen wieder aufzubauen.